Die Geschichte

2019 SEASON

Come and enjoy the bright colors of our nature and our culture!

 

Der Weiler Il Tresto, Mittelpunkt des gleichnamigen Gutes, entstand im Mittelalter entlang der alten Frankenstrasse (Pilgerweg nach Frankreich) in der Nähe der Pieve (Pfarrkirche) San Martino a Luco zu Füssen der Burg Strozzavolpe und der Templerburg Magione.

Die Frankenstrasse

Die Frankenstrasse, die von Canterbury nach Rom führte, bezeugt die Wichtigkeit der Pilgerfahrten im Mittelalter: Pilgerfahrten sollten als Buße hauptsächlich zu Fuß durchgeführt werden. Es wurden täglich 20 - 25 km zurückgelegt. Der Pilger reiste nicht allein, sondern in der Gruppe mit anderen Pilgern und führte die Kennzeichen seiner Pilgerfahrt mit sich: die Muschel für Santiago de Compostela, das Kreuz für Jerusalem, der Schlüssel für St. Peter in Rom. Entlang des ganzen Weges gab es Orte zum Rasten und Ausruhen (hospitia) und Aufnahmestätten für Kranke (hospitales).

Das Kastell Strozzavolpe

Der Name des Kastells (Fuchswürger) entstand durch eine Legende nach der ein gefährlicher, fast teuflischer Fuchs den Bau des Kastells verhindert haben soll. Erst als er aufgehängt und mit Gold gefüllt vergraben worden war, konnte der Bau beendet werden. Das Kastell soll solange existieren wie der goldgefüllte Körper des Fuchses. Die Burg Strozzavolpe ist die wichtigste der kleinen Befestigungen, die den Ort Poggibonsi umgaben und auch die einzige, die fast unberührt bis in unsere Zeit bestehen blieb. Das erste Mal wurde sie in einem Dokument von 1154 mit dem Namen “Scoriavolpe” erwähnt und gehörte dem Burgherrn Graf Guido Guerra, der das Kastell befestigte. Noch heute existiert der unregelmäßige Verlauf der mittelalterlichen Mauern mit dem Zugang durch einen Turm, der antiken Zitadelle. Über eine Zugbrücke und ein Tor unter einem weiteren zinnenbekränzten Turm, der im letzten Jahrhundert teilweise restauriert wurde, gelangt man in das Innere der Burg. Dort wird man von der eindrucksvollen und geheimnisträchtigen Atmosphäre dieses Ortes empfangen und wer weiß, ob man vielleicht nicht doch des nachts dem Gespenst des Fuchses begegnet.

Das Templerhaus (Magione) von S.Giovanni al Ponte

Die Magione ist ein wunderschöner kleiner Komplex aus dem 12. Jahrhundert. Das Krankenhospiz und die Burg gehörten anfänglich den Templern und seit dem 14. Jahrhundert den Johannitern. Die beiden Gebäude, das Krankenhaus und das Kastell, werden durch die Verteidigungsmauern der Burg zu einem Ganzen zusammengeschlossen, aber die einzelnen Baustrukturen sind genau getrennt und gut erkennbar. Beide liegen um einen kleinen Innenhof. Das Krankenhaus hat zwei Eingänge, wovon sich der eine zur Straße hin öffnete, um den Pilgern auch nachts den Eintritt zu ermöglichen, wenn die anderen Türen geschlossen waren.

San Martino a Luco

Einige hundert Meter vom Kastell Strozzavolpe befindet sich die Pieve von San Martino a Luco. Es handelt sich um einen romanischen Bau, dessen Mauern aus regelmäßigen Blöcken aus Travertin und Kalktuff bestehen. Sie wurde das erste Mal im Jahre 983 erwähnt. 998 wurde sie vom Markgrafen Ugo di Toscana der Abtei Marturi geschenkt und sah sich in den folgenden Jahrhunderten in ständige Streitigkeiten um die Kontrolle ihrer Einkünfte verwickelt.